Förderkumpel erklärt

Wissen rund ums Gebäude

Sechs verständliche Entscheidungshilfen für Ihre Sanierung.

Dach & Dämmung

Dachfläche oder oberste Geschossdecke?

Die richtige Dämmebene richtet sich danach, wie der Dachraum künftig genutzt werden soll.

Dachboden bleibt kaltGebäudeschnitt mit kaltem Dachboden, Dämmung auf der obersten Geschossdecke und außen gedämmten massiven Seitenwänden

Oberste Geschossdecke prüfen

Wird der Dachboden nur als Abstellfläche genutzt, ist dies häufig die einfachere und wirtschaftlichere Lösung.

Dachgeschoss wird WohnraumAusgebauter Dachraum mit Dämmung auf beiden Dachschrägen und außen gedämmten massiven Seitenwänden

Dachfläche einbeziehen

Wird das Dachgeschoss beheizt oder ausgebaut, gehören Dachaufbau, Luftdichtheit und Feuchteschutz zusammen.

Typische Situationen

Was bedeutet das für Ihr Haus?

Unbeheizter Abstellraum

Die oberste Geschossdecke ist häufig der naheliegende Ansatz.

Späterer Dachausbau

Die Dachfläche sollte von Anfang an mitgedacht werden.

Neue Dacheindeckung

Dann lohnt sich die Betrachtung des gesamten Dachaufbaus.

Fenster & Fassade

Fenster einzeln tauschen oder mit der Fassade planen?

Fenster, Anschlussfuge und Außenwand bilden ein gemeinsames Detail.

Fenstervergleich: links Mauerwerk mit Putz direkt auf dem Stein, rechts ein nach außen in die Dämmebene versetztes Fenster mit Fassaden- und rosafarbener Perimeterdämmung
Einzelmaßnahme

Nur das Fenster betrachten

Der Anschluss zur Wand bleibt unberücksichtigt. An Laibung und Fuge können Schwachstellen bestehen bleiben.

Abgestimmte Lösung

Fenster in die Dämmebene setzen

Die Außendämmung wird am Sockel mit der Perimeterdämmung fortgeführt. Das Fenster sitzt weiter außen, und eine Laibungsdämmung schließt bis an den Rahmen an.

U-Wert: Je kleiner der Wert, desto weniger Wärme geht durch das Bauteil verloren.

Wärmebrücke: Anschlüsse können genauso wichtig sein wie die große Fläche.

Kellerdeckendämmung

Kalter Keller oder warmer Fußboden?

Unter beheizten Wohnräumen kann eine ungedämmte Kellerdecke spürbar Wärme an den kalten Keller abgeben.

Auf den Übergang zwischen Erdgeschoss und Keller reduzierter Vergleich: links ungedämmte Kellerdecke, rechts weiße Dämmplatten an der Deckenunterseite
Ungedämmter Bestand

Wärme fließt in den Keller

Die Betondecke trennt den warmen Wohnraum unmittelbar vom unbeheizten Keller. Der Fußboden im Erdgeschoss kann sich dadurch kühl anfühlen.

Gedämmte Kellerdecke

Dämmung auf der kalten Seite

Dämmplatten an der Deckenunterseite verringern den Wärmeverlust. Anschlüsse, Leitungen und die verfügbare Raumhöhe müssen dabei mitgeplant werden.

Besonders sinnvoll: Unter beheizten Wohnräumen mit unbeheiztem Keller.

Vorher prüfen: Deckenhöhe, Leitungen, Leuchten, Brandschutz und angrenzende Kellerwände.

Heizung & Gebäudehülle

Heizung für heute oder für das sanierte Haus?

Dämmung und neue Fenster können den Wärmebedarf deutlich verändern.

Vergleich: links Wärmeverluste und Heizkörper im unsanierten Haus, rechts außen gedämmtes Gebäude mit Fußbodenheizung und außen aufgestellter Wärmepumpe
Heutiger Zustand

Technik isoliert auswählen

Eine neue Anlage wird womöglich für einen Wärmebedarf ausgelegt, der sich bald verändert.

Künftiger Zustand

Hülle zuerst mitdenken

Geplante Dämmung und Fenster fließen in die Bewertung ein. Danach lässt sich die Heiztechnik passender dimensionieren.

Sanierungsreihenfolge

Einzelmaßnahmen oder ein abgestimmter Plan?

Nicht die auffälligste Maßnahme entscheidet, sondern wie die einzelnen Schritte zusammenwirken.

Einzelmaßnahmen

Ohne gemeinsames Ziel entscheiden

  1. 1
    Heizung ersetzenfür den heutigen Wärmebedarf ausgelegt
  2. 2
    Fenster erneuernohne spätere Dämmung mitzudenken
  3. 3
    Dach dämmenWärmebedarf verändert sich erneut

Risiko: Eine spätere Maßnahme verändert die Voraussetzungen der vorherigen.

Abgestimmter Plan

Erst das Ziel, dann die Reihenfolge

  1. 1
    Gebäude bewertenZustand und geplante Nutzung klären
  2. 2
    Gebäudehülle planenDach, Fenster und Anschlüsse abstimmen
  3. 3
    Wärmebedarf neu bestimmenkünftigen Zustand zugrunde legen
  4. 4
    Heizung passend auslegenTechnik auf das sanierte Haus abstimmen

Ergebnis: Jeder Schritt berücksichtigt die Maßnahmen, die später folgen.

Förderung & Beratung

Förderung später prüfen oder von Anfang an mitdenken?

Programm, Zeitpunkt und erforderliche Nachweise sollten geklärt sein, bevor Entscheidungen bindend werden.

So bleibt der Förderweg nachvollziehbar

  1. 1
    Vorhaben und Programm klärenTechnik, Voraussetzungen und Fristen prüfen
  2. 2
    Vertrag mit FörderbedingungAufschiebende oder auflösende Bedingung vereinbaren
  3. 3
    Förderantrag stellenVertrag und erforderliche Nachweise einreichen
  4. 4
    Zusage abwartenDanach die Arbeiten sicher beginnen lassen

Ihr konkretes Gebäude

Welche Lösung passt zu Ihrem Vorhaben?

Allgemeines Wissen schafft Orientierung. Eine belastbare Empfehlung beginnt mit dem tatsächlichen Gebäude.

Vorhaben unverbindlich schildern